Klimaschutz findet auf kommunaler Ebene statt

Mareike SchiffelsNachhaltige Kommunikation, Presse0 Comments

Georgetown, Portland, New York, San Francisco und rund 300 weitere Städte machen es vor: Während Trump aus dem Weltklimavertrag aussteigt, treiben amerikanische Städte den Klimaschutz selbstständig voran. Ihre Ziele sind ehrgeizig: eine Verringerung der Emissionen um 26 Prozent im Vergleich zu 2005 sowie 100 Prozent Verwendung erneuerbarer Energien. Auch in Deutschland findet Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene statt. tippingpoints unterstützt Kommunen dabei, ihre Nachhaltigkeitsthemen an die Bürger zu bringen.

Offenburg, Filderstadt, Kirchheim unter Teck, Potsdam – das sind nur ein paar ausgewählte Kommunen in Deutschland, die sich mit tippingpoints auf den Weg zu mehr Nachhaltigkeit machen. Sie setzen dabei konsequent auf Kommunikation, um die Bürger vor Ort in die Umsetzung der Klimaschutzziele einzubinden. „Vieles von dem, was in Bonn auf der COP23 beschlossen wird, muss in den Städten und Gemeinden umgesetzt werden,“ weiß Michael Adler, Geschäftsführer der Agentur tippingpoints. „Deshalb ist es so wichtig, dass viel mehr Geld aus dem Bund in die lokale Ebene transferiert wird, damit dort klimaschonende Energie- und Mobilitätsmaßnahmen sowie nachhaltige Bildungsprojekte umgesetzt werden können. Natürlich nicht ohne dabei auch an die motivierende Kommunikation für Bürger zu denken,“ betont Adler und verweist auf die Leistungen von tippingpoints. Wie Klimaschutz-Kommunikation aussieht, wenn sie in der Agentur mit Sitz in Bonn und Berlin, gemacht wird, zeigen die folgenden drei Beispiele.

Klimaschutz einfach machen

Klimaschutz kann ja so einfach sein, wenn man nur wüsste, wo man anfangen soll. tippingpoints hat mit der Stadt Offenburg einfach schon mal angefangen. Mit der Kampagne „Klimaschutz einfach machen“ stellt die Stadt jedes Jahr ein konkretes Alltagsthema in den Fokus der Kommunikationsmaßnahmen und gibt auf witzige, manchmal auch freche Art und Weise Verhaltenstipps. Die Strategie der Kampagne beruht auf einem psychologischen Modell zur Verhaltensänderung (TTM), damit es auch wirklich funktioniert. Das heißt: erst Bewusstsein erzeugen, dann konkrete Verhaltensangebote schaffen und schließlich loben. Diese drei Phasen setzt tippingpoints seit 2014 in einer crossmedialen Outdoor-Kampagne um. Mit Botschaften auf Plakaten, an Bussen und Brücken, im Radio und in der Zeitung, am Marktstand, im Kino und beim Kaffeetrinken erreichen die Klimaschutz-Botschaften die Offenburger in nahezu allen Lebenslagen.

Klingelt’s?

Wissenschaftler sind sich einig: Menschen verändern ihr Verhalten ganz selten aufgrund von reiner Information. Die treibenden Kräfte, um Verhalten zu ändern, sind Emotionen, Erfahrungen und die persönliche Betroffenheit. Übertragen auf die Themen Umwelt und Klima bedeutet dies: Viele Menschen wissen, dass das Radfahren die Schadstoffe in der Luft reduziert und dass es – zusammen mit den Füßen – die klimaschonendste Form der Mobilität ist. Was jedoch häufig fehlt, ist die emotionale Erfahrung dieses Wissens, weshalb aus dem Wissen heraus nicht immer eine tatsächliche und nachhaltig wirksame Verhaltensänderung resultiert. Deswegen brachte tippingpoints gemeinsam mit der Partneragentur fairkehr eine sechs Meter große blaue Kugel in die AGFK-Kommunen und -Landkreise. Sie wirft in Baden-Württemberg viele Fragen auf. Seit 2014 rollt sie von Marktplatz zu Marktplatz und visualisiert, welche Menge CO2 ein jeder sparen kann, wenn er ein Jahr lang täglich 3 Kilometer mit dem Rad statt mit dem Auto fährt.

Besser mobil, besser leben!

In Potsdam kann man gut leben. Viel Wasser, viel Grün, viel Geschichte und relativ wenige Autos findet man in der brandenburgischen Hauptstadt. Und obwohl Potsdam im bundesweiten Vergleich in Sachen nachhaltiger Mobilität schon ziemlich gut dasteht, will die Stadt noch besser werden. Mit dem Claim „Besser mobil. Besser leben“ haben tippingpoints und die Berliner Partneragentur tinkerbelle die Kampagne für mehr Fuß- und Radverkehr in einen perfekt zu Potsdam passenden Rahmen gestellt. Im Werberdeutsch nennt man das „Framing“. Verhaltensänderung funktioniert nicht mit erhobenem Zeigefinger. Daher wählte tippingpoints für die Kampagne eine humorvolle Herangehensweise und nahm die Auto-Korrektur wörtlich. In kurzen Chatverläufen wird das Wort „Auto“ gestrichen und durch „Bus“ oder „Fahrrad“ ersetzt. Die Chatverläufe finden sich in diversen Out of Home- und Ambiente-Medien wieder. Flankiert wurde die Kampagne mit Radiospots und Give-aways sowie einer großen Auftaktaktion: Mitten in Potsdam wurde eine grüne Oase, die mehr als 4.000 Besucher zur umweltfreundlichen Naherholung nutzten, errichtet. Die Oase zeigt, dass die Lebens- und Aufenthaltsqualität in Städten mit weniger Verkehr steigt.

Nicht reden, machen!

Die Mitarbeiter von tippingpoints trifft man nie im Flugzeug, dafür umso häufiger im Zug. Die Rechner im Bonner Büro laufen selbstverständlich mit Ökostrom und der Kaffee ist fairtrade. Bei tippingpoints gilt: Nicht nur über Klimaschutz reden, sondern selbst machen. Mit Überzeugung und Engagement setzen sich die Mitarbeiter privat und beruflich für Nachhaltigkeit ein. Eben echte Überzeugungstäter.

Weiterführende Informationen:

Die Informationen zu den amerikanischen Kommunen stammen aus einem Beitrag vom Weltspiegel von Sonntag, 22. Oktober 2017 (siehe auch: http://www.ardmediathek.de/tv/Weltspiegel/USA-Dicke-Luft-St%C3%A4dte-gegen-Trump/Das-Erste/Video?bcastId=329478&documentId=47129954)  

Der Film zur Klingelt’s?-Kampagne: https://www.youtube.com/watch?v=nJZmg1pFaLQ

Mehr Infos zur Auto-Korrektur in Potsdam: http://www.tippingpoints.de/potsdam-setzt-auf-die-auto-korrektur/

tippingpoints GmbH – Agentur für nachhaltige Kommunikation

„Tipping Points“ – das sind jene entscheidenden Momente, in denen sich Entwicklungen radikal ändern. Die Agentur findet für ihre Kunden die Tipping Points, die Ideen, Kampagnen oder Produkte nachhaltig erfolgreich machen. Dabei geht tippingpoints strategisch vor: Wir verstehen Nachhaltigkeit. Wir begreifen die Komplexität der Themen wie Umwelt- und Klimaschutz, energieeffizientes Bauen und Wohnen oder die Dekarbonisierung der Mobilität. Unser Kernziel: Kommunikation für die tippingpoints der Nachhaltigkeit neu, besser und wirksamer zu machen.

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